Planung Tour 2019

Spontan habe ich mich in diesem Jahr für den Weser- Radweg entschieden.
Für die 520 km von Hann. Münden nach Cuxhaven habe ich ca. 1 Woche Zeit, es wird also eine ruhige Tour. Die Vorbereitungen halten sich daher auch in Grenzen, ich kann also einfach losfahren…
Hier mal ein paar Bilder meiner „Ausrüstung“

Zum Vergrößern einfach in die Bilder klicken

 

In diesem Jahr habe ich mir zum Geburtstag einem neuen Fotoapparat gekauft. Ich hatte ja früher schon immer viel (analog) fotografiert.
Meine alte analoge Minolta 600si classic nutze ich aber nur sehr selten. Es gibt kaum noch Qualitätsfilmmaterial und die Entwicklung wird leider immer teurer.

Mit dem aufkommen der digitalen Fotografie war für mich der Reiz irgendwie weg, da jeder nur noch wahllos drauflosknipst.
Da ich aber wieder bewusster fotografieren will, sollte es auch  eine Kamera mit Profisteuerung, klassischem Handling, mechanischen Einstellrädern und qualitativ hochwertigem Sucher sein. Beim Objektiv ist mir eine hohe Lichtstärke  wichtiger als ein großer Brennweitenbereich. Die Canon G5X erfüllt alle diese Anforderungen (Objektiv: 8,8 mm – 36,8 mm / f 1:1,7 – 2,8) und soll der Neustart eines ehemaligen Hobbys sein. Wenn mir die Fotografie dann wieder richtig Spaß macht, ist die nächste auch wieder eine Systemkamera mit  Wechselobjektiven und es gibt dann natürlich auch Artikel zum Thema Fotografie auf diesem Blog.

Für das „Fotoshooting“ (Bilder oben) habe ich im Wohnzimmer zwei Tischdecken ausgebreitet und  die Ausrüstung darauf verteilt. Das Fahrrad habe ich dann auch noch aus dem Keller in das Wohnzimmer geholt und auf die Tischdecken gelegt. Meine Frau war zum Glück nicht da…
Hier mal die Bilder vor der Bearbeitung in Adobe.
Auch hier zur Vergrößerung einfach in die Bilder klicken.

 

Regeneration

Jedes Training funktioniert durch steten Wechsel zwischen wirksamen (neuen/ungewohnten) Trainingsreiz und nachfolgender Erholung (siehe Superkompensation), d.h. während der Erholungsphase passt sich der Körper an die vorherige Belastung an. Ist die Reizschwelle der nächsten Trainingseinheit höher als die der vorherigen, findet über die Kette Trainingsreiz –> Ermüdung –> Erholung –> Anpassung –> nächster (höherer) Trainingsreiz u.s.w. eine kontinuierliche Leistungssteigerung statt.
In Abhängigkeit von Lebensalter und Trainingszustand muss die Belastung dabei allmählich gesteigert werden. Damit der Leistungszuwachs nicht stagniert, sollten variable Trainingsreize (unterschiedliche Geschwindigkeiten, Streckenlängen, verschiedene Sportarten) gesetzt werden, bei denen sich Belastung und Regeneration effizient überlagern.
In der Euphorie erster Trainingserfolge und/oder getrieben von falschem Ehrgeiz unterschätzen besonders Anfänger die Bedeutung der Regeneration und überlasten häufig Sehnen und Gelenke.
Die biologischen Systeme Kreislauf, Muskeln, Gelenke und Sehnen benötigen unterschiedlich lange um sich anzupassen. Kreislauf und Muskeln passen sich am schnellsten an, Sehnen und Gelenke brauchen deutlich länger. Das kann sich je nach Trainingszustand durchaus über Monate hinziehen. Dauerhafte Trainingserfolge erzielt man nur durch regelmäßiges, langsam ansteigendes Training.

Wer schon länger trainiert, kennt und beobachtet seinen Körper und kann daher recht gut abschätzen, wann die Schwelle zur Überlastung überschritten wird.
Um die eigenen Leistungsgrenzen zu testen, dürfen bei gutem Trainingszustand durchaus auch intensive Trainingseinheiten kurz hintereinander folgen.
Wichtig sind im Anschluss ausgiebige Regerationsphasen, welche mit leichtem Training oder Lockerungs- und Dehnübungen kombiniert werden können. Regeneration heißt aber auch mentale Regeneration, also einfach mal die Seele baumeln lassen. Nach einer langen Ausdauereinheit (Laufen oder Radfahren) gelingt das recht gut. Ausdauersport ist auch ein guter Stressregulator.

Und noch etwas: mit fortschreitendem Alter werden Regenerationsphasen und die Pausen nach Verletzungen länger. Eine Erfahrung, welche ich leider auch machen musste.  Ich gönne mir nun meist 2-3 Tage Ruhe zwischen den Trainingseinheiten oder trainiere abwechselnd Ausdauer und Kraft.
Es gibt ja immer auch Phasen, in denen man nicht trainieren kann (Zeitproblem, Dienstreise, Krankheit). Das ist aber kein Problem. Je besser man trainiert ist, umso unproblematischer sind längere Trainingspausen. Auch wenn die ersten Trainingseinheiten dann sehr hart sind, ist man überraschend schnell wieder beim ursprünglichen Trainingszustand.

Selbst die Jahreszeiten haben Einfluss auf die Regenerationsphasen. Im Winter dauert die Regenration länger als in den anderen Jahreszeiten, da uns der Biorhythmus vorgibt, im Winter sparsamer mit unseren Kräften umzugehen. Im Winter also mehr Genuss als Power.

Da es in letzter Zeit etwas mehr war, folgt nun das Sparprogramm: Ausruhen, Artikel in den Blog stellen, nächste Radtour planen… Getreu dem Motto: Das beste am Training sind die Pausen.

Unser „Rohstofflager“

Irgendetwas fehlt ja immer oder wurde gerade aufgebraucht. Aber auch wenn wir häufig neue Getreide- und Ölsorten ausprobieren, ist ein Grundstock in unserem „Rohstofflager“ immer vorhanden:
Haferflocken, Dinkelflocken, Hirse, Hirseflocken, Dinkelkleie, Weizenkleie, Leinsamen, Buchweizen, Quinoaflocken, geröstetes Süßlupinenmehl, Avocadoöl. Manchmal tummeln sich noch Amaranth, Gerstenflocken, Chiasamen und Tsampa (geröstetes Gerstenmehl) darunter.

Fast alle diese Zutaten verwenden wir als Porridge, als Zutat für selber gemachte Energieriegel, püriert mit Mandelmilch und Nüssen als Getränk, zum Bestreuen von Jogurts und, und , und… Viele Getreide kann man roh essen. Manche, wie z.B. Hirse und Buchweizen, müssen gekocht werden. Wer bewusst genießt, wird feststellen, dass jede Getreideart ihren eigenen Geschmack hat (süß, nussig, deftig). Meine Favoriten sind Dinkel und Buchweizen, welche einen ausgeprägt nussigen Geschmack haben. Kleie besteht vor allem aus dem Keimling und den Randschichten des Korns und ist besonders Ballast- und Nährstoffreich. Kleie darf  nicht erhitzt werden und sollten immer mit ausreichend Flüssigkeit zu sich genommen werden.
Als schnelle und dennoch langanhaltende Energiezufuhr vor und während einer anstrengenden Trainingseinheit eignet sich besonders ein Porridge aus Haferflocken mit Nüssen, Kakao, Chiasamen und Datteln. Eine ordentliche Portion davon ca. 1 Stunde vor dem Training und den Rest verdünnt als Getränk für die Fahrradflasche gibt Kraft für mehrere Stunden.

Da in unserer Küche viele Gläser und Tüten mit Getreidesorten rumstehen, fühlen sich einige unserer Gäste veranlasst uns ständig vegane Kochbücher zu schenken. Danke dafür, wir haben dort schon viele leckere Gerichte gefunden und auch gekocht. Ein „normales“ Kochbuch wäre aber auch mal wieder schön. Eier, Käse und Fleisch liegen nähmlich auch immer mal auf unserem Teller…