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Seit ca. 25 Jahren beobachte (und teste) ich die Entwicklung von Pulsuhren (Sportuhren) und Fitnesstrackern. Das es bisher immer Geräte von Polar waren, lag vor allem daran, dass es zu Polar in den Anfangsjahren keine Alternative gab und ich dann einfach bei Polar geblieben bin.
Die ersten Sportuhren funktionierten nur mit Brustgurt und die Anzahl der Funktionen war überschaubar. Die ersten Fitnesstracker waren auch nur etwas bessere Schrittzähler. Doch dann ging es richtig los, mit dem Aufkommen der Pulsmessung am Handgelenk und GPS- Tracking verwischten die Grenzen zwischen Sportuhr und Fitnesstracker immer mehr. Nun machen die Sportfunktionen der Smartwaches den Sportuhren Konkurrenz. Fitnesstracker sind schon fast vom Markt verschwunden und ein ähnliches Schicksal wird sicher auch die reinen Sportuhren ereilen. Das wäre allerdings schade, da für Training, Wettkampf und andere Sportaktivitäten Sportuhren eindeutig die bessere Wahl sind, zumal sich innerhalb des jeweiligen Systems (Polar, garmin, Fitbit, Suunto) Trainings- und Wettkampfdaten sehr gut auswerten lassen.
Einer Entwicklung können sich aber auch die Hersteller von Sportuhren nicht verschließen, nähmlich die Uhren mit immer mehr Funktionen auszustatten. Ob diese wirklich alle sinnvoll sind muss jeder selbst entscheiden.
Seit einigen Jahren drängen nun Garmin, Fitbit und Suunto in den Markt der Sportuhren und machen Platzhirsch Polar das Leben schwer.

Doch nun zu meinem neuen Trainer am Handgelenk.
Seit letztem Jahr hat Garmin mit der Forerunner 945 eine zur Polar Vantage mindestens ebenbürtige Sportuhr am Start. Die FR 945 trage ich nun seit ca. 4 Wochen.
Der Umstieg von der Polar Vantage war einfacher als ich dachte. Zwar folgen Bedienkonzept und Auswertung einer anderen Systematik als bei Polar, wer aber schon Sportuhren hatte, findet sich auf der FR 945 schnell zurecht. Die wichtigsten Funktionen erschließen sich von selbst, selten genutzte Funktionen muss man halt üben.

Doch was kann die Forerunner 945 alles?

Bei der Forerunner 945 kann man wie bei allen neuen Sportuhren drei Bereiche unterscheiden: Sportfunktionen (Training, Wettkampf), Livetracking (24/7 -Funktionen) und „Nice to have“- Sachen.
Wer sich mit den einzelnen Sportfunktionen intensiver beschäftigen möchte, findet unter diesem Link mehr Informationen.

Sportfunktionen -Auswahl:

  • V02 max
  • Leistungszustand
  • Aerober/ Anerober Training Effect
  • Laktatschwelle
  • Erholungszeit
  • Trainingsbelastung
  • Trainingsbelastungsfokus
  • Optimierte Anwendung des Trainingsbelastungsfokus
  • Trainingszustand
  • HFV- Stresstest (Herzfrequenzvariabilität)
  • Race Pace
  • Laufeffizienzwerte (mit Running Dynamics Pod)
    • Bodenkontaktzeit
    • Balance der Bodenkontaktzeit
    • Schrittfrequenz
    • Schrittlänge
    • Vertikale Bewegung
    • Running Power

Live- Tracking- Funktionen (24/7)– Auswahl:

  • Absolvierte Schritte
  • Kalorienverbrauch
  • Stockwerke
  • Atemfrequenz
  • Schlafüberwachung
  • Tracking der zugeführten Flüssigkeiten
  • Body Battery
  • Stresslevel

Nice to Have -Auswahl:

  • Kartenfunktion
  • Navigation/ Routing
  • Barometrische Höhenmessung
  • 3- Achsen Kompass
  • Bezahlfunktion
  • Musikplayer
  • Engehende Nachrichten (in Verbindung mit Smartphone)
  • Unfallbenachrichtigung (in Verbindung mit Smartphone)

Fazit nach 4 Wochen

In Sachen Funktion und Vielseitigkeit lässt die Forerunner 945 keine Wünsche offen. Bis jetzt habe ich den Wechsel von Polar zu Garmin nicht bereut. Nach etwas Eingewöhnung möchte ich die Uhr an meinem handgelenk nicht mehr missen. Weder als Trainingsbegleiter, noch als Uhr, welche ständig getragen werden kann.

Die Forerunner 945 ist recht groß (Durchmesser ca. 47 mm), durch die klassische Uhrenform und das Silikonarmband trägt sie sich dennoch angenehm und fällt nicht übertrieben auf.

Die Anzeigen lassen sich sehr gut an die jeweiligen Sportarten aber auch im Normalmodus anpassen. Einer der Gründe für den Wechsel zu Garmin war Navigation und Routing mit echten topografischen Karten. Das funktioniertwirklich sehr gut. Im Gegensatz zu Smartwatches sind fast alle Funktionen, sogar die Navigation ohne Kopplung mit einem Smartphone nutzbar.

Wegen des hohen Funktionsumfangs sind einige Menüs etwas verschachtelt. Durch Anpassung des Steuerungsmenüs lassen sich aber häufig genutzte Funktionen auf obere Menüebenen legen und sind dadurch schneller zugänglich. Ich denke hier hat Garmin einen guten Kompromiss zwischen Funktionsvielfalt und Anpassung der Menüs gefunden.

Funktionen wie Musikplayer und Garmin Pay nutze ich nicht und sind auf einer Sportuhr sicher auch nicht sinnvoll.

Insgesammt liefert die Forerunner 945 unverzichtbare Daten zur Trainingsanalyse für Läufer, Radfahrer, Triathleten und andere Outdoorsportler.