Der Weserradweg ist geschafft. 536 km in 4 Tagen!

 

1.Tag.
Mit dem Zug nach Hann. Münden.
Start in Hann. Münden 10:00. Etappenziel: Bodenwerder (116 km).
Ein kurzer Anstieg vor Bad Karlshafen. Temperatur ca. 30°C, leichter Wind.

2. Tag.
Start Bodenwerder 8:00.
Etappenziel: Stolzenau (137 km).
Kurzer steiler Anstieg hinter Veltheim. Temperatur ca.38°C, leichter Wind. Diese Temperaturen erträgt man am besten auf dem Fahrrad.

 

 

3. Tag.
Start Stolzenau 8:00.
Etappenziel: Lemwerder (169 km).
Sehr schöne Strecke, deshalb auch etwas länger gefahren.
Temperatur erträgliche 25°C, aber starker Gegenwind ab Verden.

4.Tag.
Start in Lemwerder 8:00.
Etappenziel: Cuxhaven (114 km).
Von Blexen bis Bremerhaven mit Fähre.
Temperatur 20°C, auch wieder starker Gegenwind (z.T. Sturmböen Stärke 6). Da dieser Abschnitt direkt an der Küste entlang geht spürt man den Wind sehr direkt.

Windstärke 6, die Frisur hält...

Windstärke 6, die Frisur hält…

 

Zusammenfassung:
Ein sehr schöner Radweg, welcher wirklich perfekt ausgeschildert ist. Es war diesmal wieder eine sportliche Tour. Zwei Tage Aufwärmen,  zwei Tage Training am Limit. Vor allem wollte ich die Belastung bei hohen Temperaturen testen (38°C).

 

Sport bei hohen Temperaturen:
Auch wenn hohe Temperaturen gut für Muskeln, Sehnen und Gelenke sind, wird der Kreislauf deutlich mehr belastet. Außerdem verursacht das stärkere Schwitzen einen erhöhten Flüssigkeits- und Mineralverlust. Beides sollte nicht erst ausgeglichen werden, wenn die ersten Symptome (hoher Puls, verschwommenes Sichtfeld) auftreten.
Hohe Temperaturen erträgt man auf dem Fahrrad (auch lange Strecken) deutlich besser, als beim Lauftraining. Durch den Fahrtwind  hat man allerdings das Gefühl weniger zu Schwitzen. Daher ist es wichtig, schon vor dem ersten Durstgefühl und vor allem regelmäßig zu trinken. Spezielle isotonische Sportgetränke oder Getränke, welchen den angeblich verstärkten Magnesiumverlust ausgleichen sind nicht notwendig. Diese Getränke sind meist zu süß und verursachen bei hohem Verbrauch eher Magenprobleme.
Bei hohen Temperauren und starken Trainings- und Wettkampfbelastungen sollte man sowieso keine Experimente mit neuen Getränken und/oder Müsliriegeln machen, sondern nur dass zu sich nehmen, was man vorher selbst getestet und gut vertragen hat. Nicht jeder verträgt alles!
Mein Tipp: etwas Salz in normales kohlensäurefreies Mineralwasser, für den besseren Geschmack einen Spritzer (nicht mehr) Orangen- oder Gurkensaft. Je nach Temperatur und Belastung regelmäßig, alle 15 Minuten davon Trinken, so dass man auf ca. 0,5 – 0,75 Liter pro Stunde kommt.
Weitere Maßnahmen sind Funktionskleidung (Vermeidung von Wärmestau), Sonnenschutz (Sonnencreme) und Schutz des Kopfes vor langer Sonneneinstrahlung (Hut oder Helm beim Radfahren). Einen Marathon sollte man bei Temperaturen weit über 30°C dennoch nicht laufen!
Ich hatte am zweiten Tag ca. 6 Liter Wasser (mit Salz und Orangensaft) dabei und bin damit gut über die Runden gekommen. Auch am nächsten Tag hatte ich auf der langen Strecke (169 km) keine Probleme. Der letzte Tag war der härteste. Die Windböen von vorn, waren der sprichwörtliche Kampf mit den Elementen. Aber ich wollte es ja diesmal so…

Diesen Radweg werde ich sicher noch einmal fahren, mir dafür aber mehr Zeit nehmen.
Auffällig ist, dass fast nur noch E- Bikes/ Pedelecs unterwegs sind. Da diese sind sehr schnell sind und viele ältere Radler damit sichtbar überfordert sind, wird es immer enger auf den Radwegen…

Hier wie immer der Link zur Strecke: Weserradweg und einige Bilder.

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