Auch wenn in letzter Zeit da Thema Küche dominiert, wird auch in Zukunft kein Koch-, Küchen- oder Haushaltsblog werden!

Dennoch ein paar weitere Gedanken zur Küche. Die technische Aufrüstung ist ja auch in der Küche kaum aufzuhalten. Oft verstauben die „Helfer“ nach anfänglicher intensiver Nutzung in der Küche, weil der Aufwand der anschließenden (oder notwendigen regelmäßigen) Reinigung in keinem Verhältnis zur angeblich eingesparten Zeit steht.
Beispiele sind unter anderem Eierkocher, Joghurtautomat, Luxuskaffeeautomat, Brotbackautomat, Fritteuse und der neue Trend: Kochautomaten, welche automatisch komplette Mahlzeiten zubereiten können (oder auch nicht).
Einige dieser Geräte, meist waren es Geschenke, besitzen wir auch. Aber weil wir mal wieder Platz brauchen, fange ich so langsam an, diese zu Verschenken. Das mag zwar etwas gemein sein aber die „Glücklichen“ können es ja auch wieder verschenken.Ich hoffe nur, dass sich der Kreis nicht irgendwann mal schließt und der ganze Kram dann wieder bei mir landet.
Das einzige Kleingerät welches wir neben dem Toaster wirklich nutzen ist unser Hochleistungsmixer. Noch wichtiger als alle Geräte sind aber gute Messer.
Also nicht wundern, dass man es kaum hinbekommt, das virtuose und unglaublich schnelle Schneiden von Zwiebeln, Möhren usw. aus den Kochsendungen nachzumachen. In der heimischen Küche fehlt es dafür neben (jahrelanger) Übung meist auch an den richtigen Messern.

Ein gutes Messer erkennt man daran, wie ausbalanciert es in der Hand liegt, wie stabil es ist und wie lange es scharf bleibt.
Wie bei vielen anderen Dingen die man im Leben noch so braucht (Fahrrad, Laufschuhe und Laptop) bewahrheitet sich auch bei guten Messern die Regel, dass Qualität und Langlebigkeit ihren Preis haben. Ein „richtiges“ Kochmesser von 16 cm Klingenlänge kostet ca. 70 – 90 Euro, kann aber auch schnell mal mehrere hundert Euro kosten.
Aber muss man selbst für ein „normales“ gutes Messer 70 € bezahlen? Wer Spaß am Kochen hat, kommt um diese Investitionen kaum herum. Das Essen schmeckt zwar nicht besser als vorher, die Zubereitung macht aber mehr Spaß. Und:  Mit einem richtig scharfen Messer schneidet man sich (nach etwas Übung!!!), auch nicht so oft in die Finger.
Was ist eine sinnvolle Ausstattung an Messern?

Kochmesser (in zwei verschiedenen Größen: Klingenlänge 13 cm und Klingenlänge 18 cm ) Die Universalwerkzeuge in der Küche. Mit ihnen kann man fast alles machen.

KM

Schälmesser
Die nach innen gebogene Klinge erleichtert alle Schälarbeiten
SM

Brotmesser (Klingenlänge 20 cm) Brot mit einem glatten Messer zu schneiden ist, besonders bei krustigen Brot schwierig. Daher hat ein Brotmesser einen Wellenschliff.
BM

Officemesser (heißt wirklich so)
In verschiedenen Größen (die kleinerer Variante des Kochmessers).

OM2
Wenig falsch macht, wer auf  bekannte Marken wie Fissler, Zwilling, Böker, WMF usw. setzt. Am besten vorher auch mal Testberichte im Internet lesen.
Wer die hohen Kosten scheut, fängt erst einmal mit einem Messer an und kauft dann Stück für Stück nach.
Das ist allerdings nur ein theoretischer Rat, bei mir war  nämlich der Zeitraum zwischen erstem und weiteren Messern sehr kurz.
Oft bieten die Markenhersteller auch Auslaufmodelle als Messerset an, bei denen man einiges an Geld sparen kann.
Nach dem Kauf die Messer erstmal von einem professionellen Messerschleifer schleifen lassen. Damit meine ich nicht die in Einkaufsmärkten ansässigen Absatz- und Schlüsseldienste, welche auch das Schleifen von Messern anbieten.
Auch die im Handel erhältlichen Messerschärfer (meist versetzt stehende kleine Stahlräder) ruinieren die Messer eher, als dass sie wirklich Schärfen.
Ein richtiger Messerschleifer (also der Handwerker) ist gar nicht so teuer und bei Qualitätsmessern ist das Nachschärfen selten notwendig.
Hat man nun das oder die Messer, wohin damit? Die meisten Messer stecken wohl in einem Messerblock. Da ich nicht noch mehr in der Küche herumstehen haben wollte, hängen meine Messer an einer Magnetleiste.

Und sonst so?

Neben guten Messern braucht man auch eine praktische Arbeitsfläche. Eine, die sich gut reinigen lässt und auf der man auch einen Teig schön ausrollen kann. Wir hatten uns mal eine alte Waschkommode mit Marmorplatte auf dem Flohmarkt gekauft. Diese nutzen wir schon seit vielen Jahren als Schrank und Arbeitsfläche in der Küche.

Leider stellt meine Frau dort ständig Töpfe mit Kräutern ab…

kuech2