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Die Herzfrequenzuhren V800 und M400 von Polar haben mit dem letzten Update eine Funktion zur Auswertung des Erholungsstatus in Anhängigkeit von aufgezeichneten Trainingseinheiten bekommen
Auf der Polar Flow Webseite kann man nun sehr gut sehen, ob Training und Regeration ausgeglichen sind.
Die Auswertung zeigt kumuliert die Belastung durch:

  • Training (roter Bereich des Graph)
    Trainingslänge
    Trainingsbelastung (HF)
    Trainingsart (Intensität)
    Sportart
    andere Parameter
  • andere Aktivitäten
    Gehen (Schrittzähler)
    andere Bewegung
  • Nachwirkung der Belastungen an den Tagen vor dem Training

Aus diesen Parametern wird die tägliche Nachwirkung (Trainingseffekt) durch die Belastung der vorherigen Tage kalkuliert. Der tägliche Graph und zeigt diese in folgenden Bereichen an:

Belastet:
Kumuliertes Training (Vortag und Nachwirkungen der Einheiten davor) war sehr hoch.
D.h. Regeneration war nicht ausreichend. Die Verbesserung von Kondition und Leistung erfordert von Zeit zu Zeit ein anstrengendes Training. Jedoch sollten diese Phasen durch angemessene Erholungszeiten wieder kompensiert werden.

Ausgeglichen:
Trainingseinheiten und Erholung sind ausgeglichen. D.h. größtmöglicher Nutzen.

Unterfordert:
Folgt nach Training und Regeneration kein erneuter Trainingsreiz, geht der bereits erzielte Trainingsnutzen zurück. Gründe für nachlassendes Training können u.a. Krankheiten oder auch Stress sein.

Sehr belastet:
Über längere Zeit keine ausreichende Regeneration, d.h. Übertraining.
Führt auf Dauer zu Überlastung (orthopädisch, kardiologisch) und Demotivation.

Das Folgende Bild zeigt meine Auswertung von November 2015:
(zum Vergrößern in das Bild klicken)

auswertung1

Man sieht am 2.11. die Nachwirkung vom Trainings vom 1.11. im Bereich „Belastet“. Zu sehen ist außerdem, dass am 1.11. die Auswirkungen der Trainingseinheiten vor dem 1.11. noch nicht durch Regeneration ausgeglichen waren. Da am 2.11. kein erneuter Trainingsreiz erfolgte bewegt sich der Graph am 3.11 wieder in den Bereich „Ausgeglichen“.
Deutlich ist auch, dass der Graph (kumulierte Nachwirkung = Trainingseffekt) nach Trainingseinheiten stetig zurückgeht, bis ein neuer Trainingsreiz erfolgt. Für mich persönlich ist der Rhythmus aus einer Trainingseinheit und zwei bis drei  „Erholungstagen“ am effektivsten. Stärkeres Training erfolgt dabei meist an den Wochenenden (Zeitgründe).
Ab dem 20.11. hatte ich ziemlichen Stress im Job und außerdem eine leichte Erkältung. Das dadurch vernachlässigte Training bis zum 29.11 ist deutlich zu sehen. Um meine Kondition nicht noch weiter zu verschlechtern habe ich ab dem 27.11. mal wieder mehr Wege zu Fuß zurückgelegt (blauer Graph).
Am 29.11. waren Stress und Erkältung überwunden und das  Training konnte wieder starten (Laufen: 43 min/ 8 km), so dass ich ab dem 1.12. wieder in den effektiven Bereich kam.

Eine tolle Funktion von Polar!