Die Meldung in der Taskleiste meines Notebooks auf das neue Windows zu Updaten nervte mich schon längere Zeit. Aber bei neuen Betriebssystemen sollte man ja erfahrungsgemäß immer erst mal warten, bis die Kinderkrankheiten überstanden sind (auch wenn es in den Fingern juckt, immer gleich das neuste haben zu wollen).
Als bekennender und zufriedener Microsoft Nutzer beteilige ich mich generell nicht am standardmäßigen Gemecker über die jeweilige Windows-Version. Ab Windows 95 hatte ich alle Versionen privat und beruflich ausgiebig nutzen können. Bis auf die  unrühmliche Ausreißer Windows ME und Windows Vista war jede neue Version im Prinzip deutlich besser und ausgereifter als die vorherige. Richtig ist aber auch, dass die zum Teil berechtigte Kritik am neuen und vor allem unerwarteten Bedienkonzept von Windows 8 mit einer stärkeren Einbeziehung der Endnutzer am Entwicklungsprozess deutlich geringer ausgefallen wäre.
Nun also Windows 10.

An diesem Wochenende konnte ich nicht widerstehen und habe auf Windows 10 umgestellt. Vorher hatte ich fast alles gelesen, was dabei schief gehen kann. Die Meldungen und Artikel, dass es keine Probleme gab überwogen aber deutlich und so war es bei mir auch.
Das Update verlief ohne Probleme und war nach ca. 45 Minuten erledigt. Bei „jungfräulichen“ Rechnern geht sicher etwas schneller. Vorher hatte ich dennoch, wie bei allen grundlegenden Eingriffen und Updates, eine Sicherung des Systems auf einer externen Festplatte gemacht.
Nach dem Update hat sich dann ein neues Betriebssystem gemeldet, von dem ich der Meinung bin, dass Microsoft diesmal alles richtig gemacht hat.
Windows 10 ist frisch, modern, einfach anzupassen und man bekommt als Nutzer von Windows 7 und 8.1 das neue System kostenlos.
Ein Kritikpunkt an Windows 8 war unter anderem das fehlende Startmenü. Das ist bei Windows 10 wieder da und zwar besser als vorher. Nach dem Update funktionierten bei mir alle auf dem „alten“ System installierten Programme und Einstellungen auch mit Windows 10! Das hatte ich ehrlich gesagt nicht erwartet.
Also alles Super? …Jein.

  • Einstellungen:
    Einige Einstellungen sind an einem anderen Ort als bisher. Positiv: diese sind nun zentral, übersichtlich und gut erklärt.
  • Standardbrowser:
    Der neue Standardbrowser Edge verfügt zwar über zusätzliche Funktionen, wie Markierung von Bereichen, synchronisiert die Screenshots aber nicht mit dem als Standard genutztem MS OneNote (aus dem Officepaket), sondern mit der während Windows 10 Installation eingerichteten OneNote-App.
  • Cortana:
    Hat derzeit noch nicht den gleichen Funktionsumfang wie auf dem Smartphone. Einträge im Outlookkalender, Senden von E-Mails, Starten von Standardprogrammen und die Suche funktionieren aber tadellos. Mich überrascht immer wieder die ausgezeichnete Spracherkennung und -ausgabe. Das hat nichts mehr mit einer synthetischen Computerstimme zu tun.
    Als es Cortana auf dem Smartphone gab, dachte ich zwar erstmal, was soll diese Spielerei (ähnlich wie Siri auf dem IPhone) aber zur Anzeige und zum Verwalten von Terminen, Versenden von kurzen Emails und für die Suche ist Cortana eine wirkliche Hilfe.
    Einzige (logische) Einschränkung: man muss mit einem Microsoftkonto angemeldet sein. Wenn man verschiedene Rechner synchron halten will (bei mir sind das  Notebook, Desktop, Tablet und Smartphone -alle mit Windows 10 oder Windows 8.1), geht das auch nicht anders.
  • Datenschutz:
    Anders als bei früheren Windows-Versionen sollte man mit Windows 10 nach der Installation nicht unbedacht losarbeiten. Wer Wert auf die seine Privatsphäre legt, muss zuvor einige Schalter betätigen…
    Artikel geht demnächst weiter…