Heute sind sie mir wieder begegnet, die Verrückten, welche bei praller
Sonne und Temperaturen von über 30°C mit hochrotem Kopf durch die Gegend rennen.
Bei solchen Temperaturen sollte man einfach mal nicht trainieren und das schöne Wetter genießen. Wem es zu viele heiße Tage hintereinander sind und auf das Laufen nicht verzichten will, kann bei moderatem Training die Seele baumeln lassen. Das nennt man Regeneration!
Über die Sinnhaftigkeit von Ausdauertraining bei hohen Temperaturen wird viel gestritten. Klar ist, dass es eine enorme und ungewohnte Belastung für den Körper ist. Genau dass wird von den Befürwortern als Argument für das Hitzetraining angeführt. Der Körper soll damit die Möglichkeit bekommen sich an Ausnahmesituationen anzupassen. So funktioniert Training.  Das ist grundsätzlich auch richtig. Aber wo ist hier die Grenze und vor allem kennt jeder seine Grenze? Ausdauertraining bei hohen Temperaturen verlangt neben Disziplin einen ausgeglichenen Wasserhaushalt, also ausreichende Flüssigkeitsversorgung. Doch wieviel ist ausreichend? Ein Richtwert ist, soviel zu trinken, bis der Urin klar ist. Mehr zu trinken bringt nichts. Der Mensch ist kein Kamel und daher nicht in der Lage Wasser zu speichern. Was zu viel ist wird also wieder ausgeschieden. Es ist daher besser, bei Trainingseinheiten über 60 Minuten oder hohen Temperaturen während des Trainings zu trinken und das schon bevor man Durst verspürt.
Bei hohen Temperaturen sollte man vor allem sensibler als sonst auf die Signale des Körpers hören. Erfahrene Läufer wissen was damit gemeint ist. Anfänger sollten einfach mal ein paar Gänge zurückschalten, getreu dem Motto: „Der Klügere gibt nach“.