Braucht man Energieriegel? …Ja und Nein. Für den kurzem Lauf zwischendurch sicher nicht, für intensives Training (vor allem beim Ausdauertraining) sind sie dann schon sinnvoll. Energieriegel halten den Insulinspiegel stabil (Kohlenhydrate), geben Energie und verschieben somit den Punkt des Leistungsabfalls wegen Mineral- und Nährstoffmangel weiter nach hinten. Mit den richtigen Riegeln hält man da schon eine ganze Weile durch.

Bei einer Unterzuckerung auf langen Strecken meldet sich nähmlich irgendwann der
„Mann mit dem Hammer“, d.h. plötzlicher Leistungsabfall, die Beine fangen an zu zittern und man bekommt ein starkes Hungergefühl.
Die Ballaststoffe in den Riegeln geben unter anderem auch das Gefühl nicht mit leerem Magen zu trainieren. Sich vorher mit „normaler“ Nahrung vollzustopfen ist  nicht zu empfehlen, da der Körper dann überwiegend auf Verdauung umstellt. Das in den Muskeln dringend benötigte Blut wird dann der Verdauungsmuskulatur zur Verfügung stellt. Diesen Reflex können wir nicht beeinflussen, d.h, ist der Magen voll, wird verdaut, egal ob es uns gerade passt oder nicht. Das ist übrigens auch der Grund, warum man mit vollem Magen nicht schwimmen soll.

Nachdem ich in den letzten Jahren so einiges an im Handel erhältlichen Energieriegeln probiert hatte, komme ich immer wieder darauf zurück die Riegel selbst zu machen (siehe Beiträge: Beitrag1Beitrag2).
Zum einen weiß ich so ganz genau was drin ist und zu anderen, schmecken mir die industriell hergestellten Riegel einfach nicht. Der Geschmack dieser Riegel ist meist übertrieben intensiv, außerdem sind sie sehr teuer.
Für mich ist es wichtig, dass in den Riegeln wenig Fett, dafür aber ein hoher Anteil an Ballaststoffen und Kohlenhydraten ist.

Mit den selbst gemachten Energieriegeln kann man das ganz gut steuern. In diversen Laufzeitungen sind immer mal schöne Rezepte zu finden, welche meist ganz gut funktionieren. Auch wenn die eigenen Riegel dann doch nicht ganz so aussehen, wie die in der Zeitung, schmecken tun sie allemal. Nach einiger Übung tauscht man dann schon mal einige Zutaten aus, weil man mal einen anderen Geschmack ausprobieren möchte, oder einige Zutaten gerade nicht da sind.
Ich denke mal auch zum Abnehmen sind diese Riegel ganz gut geeignet, denn sie halten den Insulinspiegel stabil und verhindern die  unerwünschten  Heisshungerattacken.Wer also in diesem Sommer  mit einer vorzeigbaren Bikini (oder Badehose)- Figur glänzen will, sollte spätestens  jetzt beginnen seine Ernährung schrittweise umzustellen und regelmäßig trainieren (Ausdauertraining).

In der letzten „Runnersworld“ habe ich einige Rezepte gefunden und  zwei davon ausprobiert:

Marathon- Riegel

  • 125 g Walnüsse, gehackt
  • 150 g entkernte Datteln, gehackt
  • 150 g getrocknete Cranberries
  • 100 g Kokosraspeln

Ofen auf 160 Grad vorheizen, Walnüsse auf einem Backblech verteilen und 10 min im Ofen rösten. Eine rechteckige Backform mit Backpapier auslegen (ich nehme immer Silikonformen).
Nüsse aus dem Ofen holen, abkühlen lassen und mit den anderen Zutaten in eine Schüssel oder ein eine Mixer geben. 2 EL Wasser hinzugeben. Das Ganze im Mixer oder mit einem kräftigen Pürierstab zu einer klebrigen Masse verarbeiten. Diese sollte nicht zu feucht sein.
Die Masse in der Backform verteilen und für mind. 1 Stunde in den Kühlschrank stellen. Danach in Stücke schneiden. Die Riegel halten mehrere tage im Kühlschrank.

Recovery- Riegel

  • 2 reife Bananen
  • 150g Rohrzucker
  • 125 ml Rapsöl oder Kokosöl
  • 1/2 TL Vanillezucker
  • 1/2 TL Backpulver
  • 1/2 TL Natron
  • 1/2 TL Salz
  • 1/2 TL Zimt
  • 1/2 TL Muskatnuss, gerieben
  • 100g Sojamehl, oder meinen Favoriten Süßlupinenmehl
  • 150g Haferflocken
  • 50g geröstete Kokosraspeln
  • 100g Pekannüsse oder Walnüsse, gehackt
  • 125g Rosinen

Ofen auf 180 Gad vorheizen und eine rechteckige Backform mit Butter ausstreichen. Die Bananen mit einer Gabel zerdrücken, mit  Öl, Rohrzucker und Vanillezucker und einem Pürierstab zu einer homogenen Masse pürieren.
In einer anderen Schüssel Backpulver, Natron, Salz, Zimt, Muskatnuss, Mehl, Haferflocken und Kokosraspeln gut vermengen. Dann die Bananenmasse hinzugeben und zu einen festen Teig verarbeiten (geht am besten mit den Händen). Als letztes die Rosinen und Nüsse in den Teig einkneten.
Den Teig in der Backform verteilen ( Teig sollte in der Form etwa 2 cm dick sein) und im Backofen (180 Grad) 20 min goldbraun backen.
Anschließend auf einem Rost abkühlen lassen und in Stücke schneiden. In Fischhaltefolie verpackt halten die Riegel mehrere Tage im Kühlschrank.

Hier mal mein Ergebnis: Links Marathon- Riegel, rechts Recovery- Riegel.
Der Recovery- Riegel ist etwas trockener. Einfach mal nachmachen, es ist wirklich ganz einfach…

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