Neben Windows (Privat und Beruflich) verwende ich schon längere Zeit auf meinem privatem Notebook ein Ubuntu- Linux. Vor einer Woche bin ich nun von Ubuntu auf die Distribution „elementary OS“ , auch „Luna“ genannt, umgestiegen.

Alle die jetzt sagen „Oh Gott, Linux ist doch nur was für Nerds“ kann ich beruhigen und einladen es selbst einmal zu testen. Es gibt nämlich nicht das Linux, sondern Linux ist ein „Grundgerüst“ auf dem die verschiedene Distributionen aufsetzen. Die Bekanntesten neben Ubuntu sind wohl Suse Linux, Fedora und Red Hat.

Elemtary OS basiert auf Ubuntu, die optischen Anleihen von Mac OS sind allerdings unverkennbar. Die Installation war in ca. 15 Minuten erledigt. Alle Hardware wurde erkannt und das  WLAN automatisch eingerichtet (Passwort musste noch eingegeben werden). Die Gesamtgröße  aller Dateien (Betriebssystem und Programmpakete) belief sich auf 600 MB. Das zeigt schon, dass es sich um ein sehr schlankes System handelt, welches auch auf älterer Hardware flüssig läuft und schnell hochfährt.

Die Skepsis gegenüber Linux rührt sicher noch aus deren Anfängen. Hier war es wirklich so, dass Linux kompliziert und damit meist ein Betriebssystem  für Informatiker und „Eingeweihte“ war. Das hat sich jedoch in den letzten Jahren grundlegend geändert. Die Bedienung wurde  nicht nur an etablierten Betriebssysteme wie Windows und Mac OS angepasst, nein die Anwendung ist in vielen Bereichen sogar einfacher und logischer. Somit sind einige Linux- Distributionen eine echte Konkurrenz für die „Großen“ geworden.

Durch die Open Source Philosophie auf der die meisten Linux Varianten beruhen sind Updates  schnell und frei verfügbar. Hier sorgt vor allem die weltweite  Programmierergemeinde für ständige Verbesserungen des Betriebssystems und deren Anwendungen. Der entscheidende Grund aber, warum selbst die Stadtverwaltung München im Rahmen ihres Limuxprojektes (Limux = Linux+München) auf Open Source umgestellt hat, ist  der Kostenfaktor. Die meisten Linux Varianten und  Anwendungen für Office, Bildbearbeitung, Internet und Multimedia sind kostenlos (meist im Grundpaket enthalten), oder gegen eine freiwillige Spende zu bekommen.

Wo viel Licht ist, gibt es auch Schatten:

Viele Standardprogramme, welche die meisten Windows- User kennen und nutzen funktionieren nicht mit Linux. Treiber für exotische und ältere Hardware werden nicht für Linux programmiert, und für  Spielefreaks ist Linux auch nicht so geeignet.
Aber: für die meisten Windowsprogramme gibt es (kostenlose) Alternativen, welche bei Funktionsvielfalt und Anwendungsfreundlichkeit den Windowsprogrammen mindestens ebenbürtig sind.

Da der Support für Windows XP in den nächsten zwei Jahren ausläuft und die Hardware älterer Rechner oder Notebooks mit Windows 7/ 8 meist überfordert ist, ist eine der Linux Varianten also durchaus eine Überlegung wert.

Hier zwei Videos zu elementary OS:

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