Beim Training am 20.10.2012 plötzlich ein massiver stumpfer Schmerz unterhalb des rechten Knies. Nach einigen langsamen Schritten versuchte ich es weiter. Das funktionierte auch ganz gut und ich konnte noch ca. 5 km Laufen. Der Schmerz war zwar  da,  aber zu ertragen.
Wieder zu Hause, konnte ich das Knie nur unter großen Schmerzen bewegen. Erste Maßnahme: Knie kühlen und ruhigstellen. Am Sonntag ging es dann gar nicht mehr, also ins Krankenhaus. Röntgen mit dem diffusen Befund eines Ermüdungsbruches am Kniegelenk. Na toll.


Die verodnete Beinschiene wollte ich nicht, versuchte es aber mit 2 Krücken und Schmerzmitteln.
Auf Arbeit ging das so ganz gut, nun wird mir auch mal die Tür aufgehalten und delegieren fällt auch leichter. Aufgrund des unklaren Befundes einen Tag später ein MRT. Zum Glück kein Bruch! Diagnose: Tractus ileotibialis Syndrom (sog. Läuferknie) außerdem hatte sich ein Knorpel verschoben und durch das weiterlaufen nach dem ersten Schmerz kam es zu einer unbewussten Schonhaltung beim Laufen, wodurch sich die Bänder überdehnt haben.
Das man so überhaupt weiterlaufen kann liegt an der Ausschüttung von Adrenalin.
Adrenalin, ein Stresshormon, steigert in Sekundenschnelle die Herz- Kreislauf- Funktionen und versetzt Nerven und Gehirn in einen Alarmzustand. Es kommt zur Freisetzung von Glukose und einer verstärkten Durchblutung der Muskulatur. Als Ergenbis kommt es zur Ausschaltung von Schmerz und Mobilisierung zusätzlicher Kraft.
Das steckt noch in uns aus der Zeit als wir häufiger auf der Flucht waren, also unser Schnitzel noch jagen mussten.

Im Nachhinein war es sicher gut auf die Schiene zu verzichten. So konnte ich das Knie immer mal, wenn auch nur wenige Grad und unter starken Schmerzen, bewegen.

Nach ca. 10 Tagen ist es insgesamt schon viel besser geworden. Nach vier Tagen konnte ich schon eine Krücke weglassen, seit 3 Tagen humple ich nun freihändig. Heute war ich schon eine kurze Strecke mit dem Rad unterwegs, das geht bedeutend besser als Laufen.

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