Seit 1 Woche habe ich  den POLAR RCX3 (der kleine Bruder des RCX5), und es ist nun schon mein 3. POLAR in ca.8 Jahren. Das der finnische Herzfrequenzspezialist POLAR  Marktführer auf diesem Gebiet ist , erkennt man an den Entwicklungen der letzten Jahre,…….und am Preis. Trotz der großen Auswahl an verschiedenen Geräten, kann doch jeder genau seinen POLAR finden.
Wichtig ist hier eine gute Beratung in einem Fachgeschäft. Am besten, die Verkäufer sind selbst Laufer oder Radsportler.

Die neuen Geräte RCX3 und 5 sind  erweiterbar und damit  eine gute Basis für weitere Trainingsziele. Man muss sich also nicht schon zu Beginn für ein Einsteiger- oder Profigerät entscheiden (enorme Preisspanne), sondern kann das Grundgerät mit Herzfrequenzsensor kaufen und dann je nach Bedarf um Laufsensor, Radgeschwindigkeits- und Trittfrequenzsensor und/ oder GPS- Sensor erweitern.

Der RCX3 mit Herzfrequenzsensor und DataLink ( Übertragung der Trainingsergebnisse auf PC) kostet ca. 170 € und hat alle Optionen zur Erweiterung im Gerät. Der Herzfrequenzsensor verfügt  über die neue fehlerresistente Funkübertragung w.i.n.d.

Die aufgezeichneten Daten kann man mit dem DataLink (USB- Gerät) und der kostenlosen Software WebSync übertragen und lokal mit dem Programm POLAR Protrainer 5 (ca. 42 €) oder Online auf der Webseite www.polarpersonaltrainer.com auswerten. Trotz der sehr umfangreichen Auswertungen (lokal und online) sind diese übersichtlich. Unten ein Beispiel:
Trainingseinheit (Laufen) vom 17.7.2012,
Länge: 9,5 km
Zeit: 55:21 Min
Verbrauchte Energie: 588 kcal
HF max: 157 S/min
HF Durchschnitt: 149 S/min.
In der Auswertung ist außerdem zu sehen, wie lange in den einzelnen Trainingszonen trainiert wurde.

(zum Vergrößern auf das Bild klicken)

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Einige interessante Funktionen:

4 Sportprofile – Laufen, Radfahren 1, Radfahren 2, andere Sportart (z.b. Skilanglauf oder Krafttraining). Für jedes Profil können spezifische Einstellungen vorgenommen werden.

4 Displays – Anzeigen mit verschiedenen Kombinationen von Werten wie Herzfrequenz, Trainings- und Rundenzeiten, Kalorienverbrauch, Zonenpointer, Zeit in der jeweiligen Trainingszone (5 Trainingszonen)und Uhrzeit

Zwischenzeiten – Aufzeichnen und Auswerten von Zwischen/ Rundenzeiten auf Knopfdruck

5 Trainingszonen (Herzfrequenzzonen) – Sehr leicht (50 – 60% HFmax, leicht (60 – 70% HFmax), Mittel (70 – 80% HFmax), Hart (80 – 90% HFmax) und Maximum (90 – 100% HFmax).Die Trainingszonen stellen sich als Startwert (maximale HF) automatisch nach Alter und Geschlecht ein. Können aber auch manuel angepasst werden.

Polar ZoneOptimizer – personalisierte Sportzonen: Die ZoneOptimizer Funktion passt die persönlichen Herzfrequenzzonen basierend auf dem aktuellen Trainingszustand für jede einzelne Trainingseinheit an.

Polar OwnIndex – Fitness Test: Beim OwnIndex handelt es sich um einen wissenschaftlich anerkannten Fitnesstest. Der OwnIndex ermöglicht im entspannten Ruhezustand die kardiovaskuläre leistungsfähigkeit zu ermitteln. Die kardiovaskuläre Leistungsfähigkeit ist das maß für den individuellen Fitnesszustand.

Batteriewechsel – kann nun selbst durchgeführt werden.

Hier mal eine Funktion etwas näher erklärt:

Polar ZoneOptimizer:

Jeder hat schon erlebt, dass er mal eine Trainingseinheit mit hoher Intensität problemlos eine lange Zeit durchhält, an einem anderen Tag ist man aber schon nach kurzer Zeit völlig erschöpft. Das liegt an der Tagesform, welche von verschiedenen Faktoren abhängt. Z.B. Stress, Infekte, Länge der Regenerationzeit zwischen den Trainingseinheiten, guter oder schlechter Schlaf u.s.w..
Die Tagesform wird durch die Herzfrequenz- Variabilität wiedergegeben.
Die Herzfrequenz variiert mit jeden Herzschlag. Die Herzfrequenz- Variabilität (HFV) ist die Variation in den Herzschlagintervallen (auch als RR- Intervalle bezeichnet) Es ist sozusagen der Zeitabstand zwischen zwei Herzschlägen. Die HFV zeigt die Schwankungen der Herzfrequenz um einen durchschnittlichen Herzfrequenz- wert an. Eine durchschnittliche  Herzfrequenz von 60 Schlägen pro Minute (S/min) bedeutet nicht, dass das Intervall (der Zeitabstand) zwischen aufeinanderfolgenden Herzschlägen genau 1,0 Sekunde beträgt. Stattdessen kann das Intervall zwischen 0,5 und 2,0 Sekunden schwanken/variieren.
Die ZoneOptimizer Funktion ermittelt die HFV und zeigt zu Beginn der Trainingseinheit an, was man seinem Körper zumuten kann. Das Gerät gibt eine Empfehlung zu den Herzfrequenz- Limits für die einzelnen Trainingszonen (Herzfrequenzzonen).
Der ZoneOptimizer empfiehlt Training mit geringerer Intensität, wenn eine geringe HFV erkannt wird, und ein Training mit hoher Intensität, bei einer hohen HFV. Er zeigt weiterhin an ob die aktuellen Limits im Vergleich zu früheren Messungen höher, unverändert oder niedrieger als der normale Level sind.

Die Bestimmung erfolgt in drei Phasen und dauert 10 Minuten.

Das Ganze ist weniger kompliziert als es sich anhört. Alle Funktionen des RCX3 sind übersichtlich und einfach zu Bedienen. Es schadet aber auch nicht, etwas theoretisches Grundwissen über die Zusammenhänge von Herzfrequenz und Trainingsablauf zu haben.

Weitere Trainingsgrundlagen auf meiner Rennrad- und Laufseite:

bikemichel.org

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