Nachtrag zum Artikel Fahrkartenkauf vom 23.4.2009 (Kategorie „Allgemein“):

Man kann ja auf die Bahn schimpfen wie man will,  deren Bemühungen um mehr/ besseren Service sind jedoch unverkennbar. Ein Beispiel sind die neuen Fahrkartenautomaten. OK, die gab es vorher auch schon, deren verschachtelte Menüs trieb Wenigbenutzer aber schon beim Kauf eines normalen Tickets in den Wahnsinn. Ganz zu Schweigen von Sonderwünschen wie Rabatte, Sondertarife, Ländertickets u.ä.  (siehe o.g. Artikel).

Hier hat die Bahn aber  reagiert und bietet mit den neuen Automaten nun eine intuitive Benutzerführung an.
Nachdem ich mal wieder ein Ticket + (da Start in Bayern) Fahrradkarte kaufen musste, war ich über die verständlichen Menüs überrascht.
Klar,  es wird immer noch den einen oder anderen Sonderfall geben, welcher nicht völlig ohne Fragen oder mit Hilfe des Zurück- Buttons zu lösen ist,  fairerweise kann man aber einen deutlichen Schritt in die richtige Richtung erkennen. Zum Start der neuen Automaten hatte die Bahn sogar zusätzliches Personal bereitgestellt, welches bei Fragen oder Unsicherheiten hilfreich zur Seite stand.
Es geht doch…

Doch was treibt die „Großen“ (auch Unternehmen ohne „Mitbewerber“) an, auf Kritik zu reagieren und nachzubessern? Ich denke es sind ihre Kunden, welche sich in Netzwerken und Foren zusammenschließen und über diese den Druck aufbauen, dem sich die Unternehmen auf Dauer nicht verschließen können. Auch besteht hier die Möglichkeit in relativ kurzer Zeit eine große Anzahl von Leuten für solche Themen zu sensibilisieren. Hier zeigt sich wieder einmal die Macht des Internet und der Bloggerszene.  Auch auf anderen Gebieten wird das immer deutlicher. Ein weiteres Beispiel Hersteller in die Pflicht zu nehmen ist das neue Portal www.lebensmittelklarheit.de. Die massive Kritik der Lebensmittelhersteller gegen dieses Portal zeigt, dass man hier als Kunde auf dem richtigen Weg ist.

Am Ende des Artikels sind die Links  zu Foren von Bahnkunden. Hier, wie auf allen Portalen, sollte man aber auch kritisch mit den Beiträgen umgehen. Es ist ähnlich wie auf den Portalen für Hotels oder Ferienanlagen. Es gibt meist nur zwei Gruppen von Kunden, welche Artikel in den Foren veröffentlichen:
Zum einen die, welche  richtig sauer sind. Diese hoffen dann mit ihrem Beitrag dem Anbieter der „Dienstleistung“ so richtig eine reinwürgen zu können . Zum Anderen jene, welche total zufrieden waren und mit ihrem Beitrag das Angebot weiter empfehlen wollen. Nun werden solche positiven Beiträge aber oft auch vom Dienstleister selbst verfasst. Auch das Verfassen von negativen Beiträgen der „Mitbewerber“ ist üblich. Die Wahrheit liegt dann meist  irgendwo in der Mitte. 

www.unzufriedenebahnkunden.de

www.bahn-hasser.de