Was am Samstag im Erfurter Gewerkschaftshaus (HSD) über die Bühne tobte, war ein Feuerwerk aus Blues, Soul und Funk. Marla Glen, mit ihrer außerirdischen und dunklen Gänsehautstimme, begeisterte alle. Auch Leute, welche sich im Griff zu haben glaubten, konnten sich den leidenschaftlichen Songs nicht entziehen. Zu einem Marla Glen Konzert geht sicher nur, wer ihre Musik kennt, sich also in etwa vorstellen kann, worauf man sich einlässt. Wer sie aber noch nie Live erlebt hat, ist überwältigt von ihrer tiefen, rauchigen Stimme. Es ist einfach unglaublich, diese Stimme von dieser kleinen zierlichen Frau zu hören. Ihre Songs sind eine unverwechselbare Mischung aus Blues, Soul und Funk, deren Stimmung sich durch die von ihr gespielte Mundharmonika noch verstärkt. Es war ein Spiel zwischen Marla Glen, dem Puplikum und einer tollen Band.
Auch der Ort der Veranstaltung passte: das ehemalige Gewerkschaftshaus in Erfurt, mit seinem  Charme aus den Livekonzerten der 80 er Jahre, einfacher Bühne, etwas heruntergekommenen Flair,  Bierverkauf in Plastikbechern und Pappschild mit den Preisen. Hoffentlich wird hier niemals modernisiert. Nur in dieser Atmosphäre ist es möglich, dass Künstler wie Marla Glen ihre Songs überzeugend auf die Bühne bringen können. Es war unverkennbar, Marla Glen hat sich hier ebenso amüsiert wie das Puplikum. Nach einigen ruhigen Jahren ist die Sängerin mit der unglaublichen Stimme  zurück. Ein Wahnsinnskonzert. Hier ein Video von einem anderen Konzert, mit einem ihrer bekanntesten Titel „Believer“

Nachtrag von November 2013: Das Gewerkschaftshaus wurde nun doch renoviert. Das Flair ist dahin. Schade…

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